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¤Pantheon

Der Gott Binowahs

Amilkar wird in Binowah gerne als einzig wahre Gottheit angesehen. Seit der Befreiung Baidans aus dem Griff des Kaesars schwindet seine Beliebtheit bei uns in der Region Nordwald.
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​​​Amilkar

Der Sonnengott

 

Aspekte:

Ordnung, Feuer, Gesetz, ​​

Herrschaft, Kontrolle, Weisheit

Amilkar ist wohl der facettenreichste Gott der bekannten Welt. Er ist der Gott der Wärme und Schutzherr des Wissens, Gebieter über alles Leben. Zugleich ist er die Flamme der Legionen des Kaesars. Amilkar der Grosse war einst der erste Herrscher Binowahs. Auch sei er der erste König von Ibon Ankuk gewesen. Kurz nach seiner Krönung zur Wintersonnenwende des Jahres Null begann unsere Zeitrechnung. Bis heute wird Amilkar weit übers Kaiserreich hinaus verehrt. Amilkar ist auf der Seite aller, die an ihn glauben. Amilkars Kennzeichen sind der Sonnenkreis sowie die Farben Rot und Gold. Alte Quellen beschreiben ihn als goldenen Drachen, der die Feinde Binowahs höchst selbst unterwarf, indem er jeden Widerstand zu Asche verbrannte. Die Darstellung als goldener Drache ist daher die geläufigste.

Die alten Nordgötter

Die alten Nordgötter (auch die Joten genannt) wurden früher überall im Norden verehrt. Bereits die Könige und Ritter von Ibon Ankuk beriefen sich auf die alten Nordgötter, diese Riesen aus den alten Liedern. Nach dem Fall des Königreichs hatte der Glaube an die alten Nordgötter lange Bestand neben dem an Amilkar. In der Zeit der Eis- und Dämonenwinter fühlten sich viele Überlebende von allen Göttern verlassen.

Seit Beginn der neuen Blütezeit keimt nun der Glaube wieder auf. Damit stellt sich auch die Frage, welchen Gottheiten wir besonders huldigen wollen, um das Wohlergehen der Freistadt Baidan zu sichern.
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​​​Thurse

Gott der Kälte

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Aspekte:

Wissen, Eis, Einsicht,

Mond, Sterne, Zukunft​​

Thurse (auch Walthurs oder Meister Randhorn) gilt den Weisen als ältester unter den Joten. Stoisch und unerschütterlich wacht er wie ein geduldiger Grossvater über seine Kinder und Kindeskinder. Zu denen zählen die Götter und zugleich die Menschen. Ihnen gab er einst die Seelen. Thurses rechtes Auge sieht was war, sein linkes vieles, was noch werden mag. Um Thurses Beistand ersucht, wer langfristige Entscheidungen zu treffen hat oder tiefe Erkenntnisse zu erlangen sucht. Nicht selten sind Schreine anderer Gottheiten zusätzlich ihm geweiht.

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Kennzeichen des Thurse sind Schneesterne, Eiskristalle, Spiegel sowie der Druiden-Stab. In Tiergestalt erscheint Thurse als Wiesel mit leuchtenden Augen. Diese sind auch verbreitet zu finden in Darstellungen des Thurse als stattlicher Mann mit weissem Bart.

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​​​Quorna

Göttin des Lebens

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Aspekte:

Natur, Erneuerung, Fruchtbarkeit,

Heilung, Wachstum​​

Quorna (auch Vermalind oder Karakorna) gilt den Weisen als die bedeutendste unter den Joten. Einst war sie es, die allen Wesen die Kraft zu leben gab. Um ihre Gaben zu verbreiten, erweckte Quorna einen grünen Hirsch und stattete ihn aus mit der Macht, Blüten und Wachstum hervorzubringen. Als Olos Ainu in grossem Hunger den Hirsch erschlug, kam der erste Herbst und darauf der Winter. Sobald Quorna es vermochte, erweckte sie den grünen Hirsch und mit ihm den Frühling erneut. Seit damals wiederholt sich dieser Kreislauf.

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Ihre Kennzeichen sind der Endlosknoten, Getreidegarben, volle Obstkörbe sowie ackerbauliche Gerätschaften. In Tiergestalt erscheint Quorna mitunter als Rehgeiss. Weitere Darstellungen zeigen sie als stattliche Frau unterschiedlichen Alters mit einem Blumenkranz auf dem Kopf.

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​​​Aegir

Gott des Meeres

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Aspekte:

Wasser, Ebbe, Flut,

Trauer, Zufall​

Aegir (auch Sjödupnir oder Väterchen Flut) thront seit Urzeiten grimmig und gleichmütig am Grunde der See. Aegirs Gaben an die Sterblichen sind unerschöpflich. Holen müssen sie sich jedoch alle selber. Die Sagen berichten, er habe die Welt damals nur aus den Fluten gehoben, um sie loszuwerden. Zum Ende der Tage, so ist es prophezeit, werde er die tobenden Kriege beenden, indem er die Welt wieder versenkt. Sobald sie ihm dann wieder verleidet, beginnt mit ihrem Wiederauftauchen die Welt erneut. Wer vom Meer lebt, huldigt Aegir und dankt ihm des Öfteren, aber niemand scheint wirklich in seiner Gunst zu stehen. Seereisende wenden sich daher an Jegga.

 

Kennzeichen des Aegir sind Bildnisse von Wellen und Inseln. Darstellungen zeigen Aegir als Pferd mit Fischleib oder als ernsten Meermann.

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​​​Fryndral

Göttin der Feiern

 

Aspekte:

Freude, Gemeinschaft, Genuss,

Musik, Wohlstand​

Fyrndral (auch Vinalind oder Inna Frynna) steht für Wonne und Ausgelassenheit. Sie gab uns einst die Sinne. Den Götterliedern zufolge verdanken wir Fyrndral überdies die Getränke. Angewidert vom Salzwasser der Meere forderte sie einst Aegir heraus: Wer mehr zu trinken vermöge, erhalte einen Wunsch vom anderen frei. Ob Fyrndrals überschwänglicher, fröhlicher Art verleidete dem grimmen Aegir kurzum das Spiel. Er gab auf. Gemäss Fyrndrals Wunsch schuf er darauf die Flüsse und Quellen, mit Wasser ohne Salz. Fyrndral kochte daraus den ersten Met. Musizierende, Gastwirt:innen und alle, die eine Pause verdienen, sind ihr lieb.

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Ihre Kennzeichen sind die Harfe oder ein überfliessender Becher. In der Form eines Pfaus besucht sie gelungene Feiern. Abbildungen zeigen oft eine lachende Person in buntem Gewand.

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​​​Jegga

Gott des Windes

 

Aspekte:

Reisen, Bewegung, Freiheit,

Handel, Luft​​

Jegga (auch Jennata oder Inna Jegga) hat jede Küste und jeden Gipfel besucht. Sie kennt jeden Pfad und jeden Kurs. Mal sanft und mal tosend hat sie alle Reisenden im Blick. Wer eine Stimme hat, verdankt diese Jegga. Den Regen und auch den Wind brachte sie in die Welt. Um dies zu erreichen, sass sie einst am Rande des Himmels und schlug in Vogelgestalt mit ihren Schwingen. Erst mit dem Fall der Joten wird der Wind zur Ruhe kommen. Bis dahin ist Jegga unterwegs. Seit jeher steht sie Reisenden, Händlern und Torwächterinnen bei.

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Ihre Kennzeichen sind der Leitstern mit einer unendliche Schleife sowie Wagen und Schiffe. Jegga hat viele Gestalten. In Tiergestalt erscheint sie meist als riesenhaftes Pferd. Andere Darstellungen zeigen eine Person oft unbestimmten Geschlechts mit Flügeln am Kopf.

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​​​Maru

Göttin des Todes

 

Aspekte:

Gerechtigkeit, Ausgleich, Gesetz, 

Dunkelheit, Stille​

Maru (auch die Herrin der Ruhe) erwartet uns alle in ihren Hallen aus Eis, tief unter dem grossen Maru-Gletscher. Hier hielten die Joten einst Rat über die Erschaffung der Erde und allen Lebens. Hier entscheidet nun Maru über das Leben nach dem Tod. Jenseits des Nebels am unterirdischen See liegen zwei Kammern wo die Ahnen speisen. Wessen Taten Maru für löblich befindet, sitzt in Thurses hoher Halle. Wer stets nur an sich selber dachte oder wessen Taten Maru missfallen, muss in Marus Bootshaus Platz nehmen und von da aus Arbeiten für Maru verrichten, bis der Gerechtigkeit genüge getan ist.

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Ihre Zeichen sind die Spirale und ein schwarzes Schwert. Maru besucht die Lebenden ab und zu in Gestalt eines weissen Raben. Auch die Darstellung einer verschleierten Frau in grauen Gewändern ist verbreitet.

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​​​Olos Ainu

Gott des Zorns

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Aspekte:

Krieg, Blut, Chaos,

Durchsetzungskraft, Stärke, Zwietracht​​

Olos Ainu (auch Glimmgroll oder Olos Thurs) ist der nagelbesetzte Hammer der Joten. Wütend und unermüdlich tobt Olos gegen die Feinde der Götter und ihrer Geschöpfe. Ihnen gab er einst den Willen, in der Welt zu bestehen. Einmal liess sich Olos aus Jotenheim entführen. In Gestalt einer holden Maid geleitete Olos den Drachen Glungnir zu dessen Höhle und sähte dort Zwietracht unter den Feuerechsen, so dass diese sich gegenseitig bekämpften. Olos Ainu hilft allen, die zu streiten vermögen. Raubritter und Heldinnen huldigen der personifizierten Wut.

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Seine Kennzeichen sind der Morgenstern, der eiserne Stiefel oder ein Kelch voll Blut. Gelegentlich besucht Olos Ainu in Wildschweingestalt grosse Kämpfe. Darstellungen zeigen einen Mann oder eine Frau in Rüstung und mit einer wütenden Maske.

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​​​Rhiw Zine

Gott der Wildnis

 

Aspekte:

Jagd, Gerissenheit, Glück,

List, Veränderung, Zwielicht

Rhiw Zine (auch Wechselgeist oder Skratvegir) ist die geheimnisvolle Macht in den Schatten der Welt. Einst formte er die Gestalten aller Wesen. Zu seinen eigenen Geschöpfen zählen Schrate und manche Waldgeister. Rhiws Gestalten sind mannigfalt: Mal zeigt er sich als silberner Apfel, mal als pelziger Vogel. Am Ende der Tage soll er als Ungeheuer erscheinen. Unverhofft und wandelbar lenkt Rhiw Zine die Geschicke von Jagdgesellschaften, Gaunerbanden und Glücksrittern. Wer ihn verehrt, ist ihm oft treu ergeben. Manche fürchten ihn und spielen unterwegs Musik zum Schutz vor seinem Einfluss.

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Rhiws Zeichen sind ein Ziegenauge mit Geweih oder zwei rote Punkte. Die verbreitetsten Bildnisse zeigen einen Fuchs mit Geweih oder eine knorrige Gestalt unbestimmten Geschlechts mit einem Hirschschädel als Kopf.

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​​​Tronn

Der Berggott

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Aspekte:

Schutz, Erde, Sippe,

Standhaftigkeit, Zuhause​​

Tronn (auch Glimmerfels oder Dvergvadir) verehren viele als den Vater der fühlenden Völker. Fürsorglich und beschützend steht er für Gemeinschaft und Geborgenheit. Einst gab Tronn den Geschöpfen der Götter die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden. Als um 823 n. A. Theogard von Randhorn im Sterben lag, ersuchte ein Bergdruide um Tronns Beistand. Daraufhin machte Tronn den Herzog zu einem Berggeist, der seither Wache hält über die Gegend am Fusse des Randhornpass. Tronn hilft Kindern, Eltern und allen, die sich um andere kümmern. Er stärkt alle, die Behausungen bauen. Oft wird neben ihm auch Quorna geehrt.

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Seine Kennzeichen sind der Türbogen sowie behauene Steine. In Tiergestalt erscheint Tronn als Dachs, oft mit mehreren Jungtieren. Darstellungen zeigen ihn als breitschultrigen, bärtigen Mann.

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​​​Wafthrudnier

Gott der Schmiedekunst

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Aspekte:

Feuer, Beharrlichkeit, Gestaltung,

Handwerk, Inspiration, Licht​​

Wafthrudnir (auch Glutvater oder Eldormyr) schuf das Feuer, das viele Anwendungen kennt. Erfinderisch und kunstvoll schuf er die ersten Werkzeuge und gab den Zweibeinern Hände, auf dass wir selber zu gestalten vermochten. Zunächst waren die Joten erzürnt, weil Wafthrudnir diese Macht verschenkte. So banden sie ihn zur Strafe ans Fuchsgebirge. Doch die Ketten hatten nicht lange Bestand. Wafthrudnir schmolz sie ein. So kam das Erz in die Berge. Als die Götter die Kunstfertigkeit der Völker sahen, vergaben sie dem Wafthrudnir seine Freigiebigkeit. Seit jeher hilft er allen, die mit ihren Händen arbeiten oder Kunst vollbringen.

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Sein Zeichen ist der fünfstrahlige Stern mit Funken. Wafthrudnir zeigt sich als feuriger Salamander in schwarz oder silber. Bildnisse zeigen einen haarlosen Mann mit Hammer und Amboss.

Kult der Zwillingsgöttinen

Zur Zeit der Dämonenplage fanden manche Überlebende Schutz und Trost bei den Göttinnen der Kruach Allerhâg, einer nomadisch lebenden Bevölkerungsgruppe in Binowah. Die Zwillingsgöttinnen bestimmen die Monate, Jahreszeiten und das Geschick der Welt. Beide sind eher kriegerische Gottheiten. Ihre Gläubigen betrachten Dämonen (und Nekromanten) als Frevel am Leben und verlangen daher ihren Tod.
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Die Schamanen von Solaris und Lunaria nennen sich selber «Geistrufer:innen». Sie müssen immer zu zweit sein; eine:r für Solaris, eine:r für Lunaria. Meist sind sie Geschwister.
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Solaris​​​

Die Sonnengöttin

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Aspekte:

Feuer, Heilung, Fruchtbarkeit,

Schrift, Sprache​​

Solaris (auch das Immerlicht, oder die heilende Flamme) ist gerecht und gleichzeitig die Göttin des gerechten Zorns. Ihren Anhängern verspricht sie Vergebung aber für ihre Feinde kennt sie keine Gnade. Einst brachte sie den Menschen das Feuer und lehrte sie sprechen und schreiben. Solaris ist die stete Göttin, im Gegensatz zu ihrer Schwester ändert sie sich nicht. Sie steht für Geduld und die Pflicht, sich für den Klan, die Gefährten oder sich selber einzusetzen.

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Ihr Zeichen ist der Sonnenkreis, ihre Tiergestalt eine Schlange. Bildnisse zeigen eine sonnengebräunte Frau mit roten oder schwarzen Haaren. Weitere Aspekte der Göttin sind: Tag, Hitze, Ackerbau und Heilpflanzen sowie die Herstellung von Alkohol, Arbeit, Trauer und Trost, Gold oder Kupfer, Ewigkeit und Wissen.

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​​​Lunaria

Die Mondgöttin

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Aspekte:

Magie, Träume, Reisen,

Tod, Wiedergeburt​​

Lunaria (auch das Silberblatt, die Sternenflut oder die Göttin-die-die-Seelen-gibt) hilft denen, die sich selber helfen. Einst opferte sie sich selbst, um den Wolf-der-die-Welt-verschlingt zu bannen. Seither stirbt sie jeden Monat, um darauf aus Neue wiedergeboren zu werden. Sie steht für Wandel und Intuition und den Kreislauf von Leben und Tod. Sie ist es auch, die die Seelen der Verstorbenen in ein nächstes Leben schickt und dessen Länge bemisst. Den Dämonen (und Nekromanten) beschert sie den ewigen Tod.

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Ihr Zeichen ist der Mondkreis, ihre Tiergestalt eine Eule. Abbildungen zeigen eine blasse Frau mit silbernen oder schwarzen Haaren. Weitere Aspekte der Göttin sind: Nacht, Kälte, Jagd sowohl auf Wild wie auf Dämonen und Nekromanten, Glück, Rache, Silber oder Kristall, hier-und-jetzt und Mysterien.

Weitere mythologische Entitäten

Die Liste der oben genannten Gottheiten ist keinesfalls vollständig.Viele weitere Gottheiten und andere überweltliche Wesen sind bekannt. Im Folgenden seien einige genannt.
 
  • Der Kult des Arbor Vitae verehrt den Lebensbaum und ist seit einigen Jahren in Baidan etabliert.
  • Die Waldgeister werden in ganz Ibon Ankuk geehrt oder gefürchtet, wie auch andere Naturgeister.
  • Zwergen und Elben glauben teils an die alten Nordgötter, teils verehren sie auch weitere, eigene Gottheiten.
  • Der Glaube der Grauken (Rattenmenschen) ist noch weitgehend unerforscht. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass sie Rhiw Zine oder dem Alchemisten Gnal huldigen.
  • Die Orks haben ihre eigenen Gottheiten, besonders bekannt sind die Ahnen der Mordaxt- und Eisenkerkerklans: Grubasch, Knokk und Warog. Auch verehren manche Orks Geister und Dämonen.
 
Diese Nennungen sind natürlich ebenfalls nicht abschliessend. In der Freistadt Baidan ist jede und jeder frei in ihrem oder seinem Glauben.
 
 
 
 

Quellen:

Amilkar, Nordgötter und weitere Entitäten: Audax, basierend auf dem Tier- und Aspekte-Konzept von Lorenz sowie auf älteren Rittergame-Texten von Jirí und anderen.

Zwillingsgöttinnen: Alissa

Abbildungen: Audax

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